Peace Studies gemeinsam gestalten: PIPS-Pilotprojekt gestartet

Vom 31. August bis 04. September war Mario Clemens vom IKM zur Entwicklung des Projekts "Piloting Integrated Peace Studies" (PIPS) als externer Experte im Peace Camp Gremi in Georgien.

Wie lassen sich internationale Friedensforschung und lokale Erfahrungen mit Konfliktbearbeitung zusammenbringen? Das Projekt „Piloting Integrated Peace Studies“ (PIPS) entwickelt und erprobt ein Studienprogramm, das Friedensarbeit, Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe verbindet. Die Federführung liegt bei Corridors – Dialogue through Cooperation. Die Organisation zählt zu den führenden deutschen Nichtregierungsorganisationen für Friedensförderung im Südkaukasus und in Osteuropa. Das Pilotprogramm legt die Grundlage für einen geplanten Masterstudiengang am Georgian Institute of Public Affairs (GIPA). Mario Clemens vom Institut für Konfliktmanagement der Europa-Universität Viadrina beteiligt sich als externer Experte an der Entwicklung des Curriculums und unterrichtet insbesondere theoretische und praktische Grundlagen der konstruktiven Konfliktbearbeitung.

Im einjährigen Pilotprogramm lernen Studierende aus Georgien, der Ukraine, Deutschland und den USA gemeinsam mit Lehrenden aus Georgien, der Ukraine, Spanien und Deutschland. Den Auftakt bildete eine Präsenzwoche vom 31. August bis 4. September 2026 im Peace Camp Gremi in Georgien. Dort konnten sich Studierende und Lehrende persönlich kennenlernen und mit der gemeinsamen Arbeit beginnen. Eine Besonderheit des Pilotprogramms ist, dass die Studierenden das Curriculum selbst mitgestalten können. Ihre Perspektiven fließen in die Weiterentwicklung des laufenden Programms ein und sollen auch den künftigen Masterstudiengang prägen.

PIPS Foto 1
PIPS Foto 2

Seit dem 28. September setzen Studierende und Lehrende ihre gemeinsame Arbeit im ersten Onlinekurs „Foundations of Peace & Conflict“ fort. Den Kurs unterrichten Mariam Darchiashvili (Ilia State University, Georgien), Natia Chankvetadze (Davis Center, Harvard University), Christopher Brucker (Friedrich-Schiller-Universität Jena) und Mario Clemens (IKM, Europa-Universität Viadrina) gemeinsam.

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